Verfasst von Keyfactor, mit Gastautor Steve Orrin, Intel
Für Sicherheitsteams, die sich auf die Post-Quanten-Kryptografie vorbereiten, stellt sich vor der Umstellung eine Frage:
Was genau migrieren wir eigentlich?
Kryptografie ist im gesamten Unternehmen allgegenwärtig. Sie schützt Identitäten, Anwendungen, Verbindungen, software Updates, Firmware und Daten. Sie ist in Cloud-Infrastrukturen, Betriebssystemen, Bibliotheken, Endgeräten und hardware zu finden.
Und auf dem Unternehmens-PC befinden sich einige wichtige kryptografische Funktionen sogar noch tiefer im Stack, nämlich auf Prozessorebene.
Das führt zu einem erheblichen blinden Fleck bei der Post-Quanten-Planung.
Es ist unerlässlich zu wissen, welche Algorithmen und Zertifikate zum Einsatz kommen. Unternehmen müssen jedoch auch wissen, ob die zugrunde liegende „ hardware “ die Ausrichtung ihrer kryptografischen Strategie unterstützen kann.
Was man nicht sieht, kann man auch nicht migrieren
Das NIST hat seine ersten PQC-Standards fertiggestellt, und die CNSA 2.0 der NSA hat einen Übergangsplan für nationale Sicherheitssysteme festgelegt. Die Richtung ist klar.
Doch die Einführung neuer Algorithmen ist nicht der erste Schritt. Die Entdeckung ist es.
Bevor Sicherheitsteams einen glaubwürdigen Migrationsplan erstellen können, müssen sie Folgendes wissen:
- Welche Kryptografie verwenden wir und wo?
- Welche Algorithmen und Abhängigkeiten müssen geändert werden?
- Welche Systeme können über software aktualisiert werden?
- Was möglicherweise irgendwann neue „ hardware “ erforderlich machen könnte?
Ohne diese Antworten basiert eine PQC-Roadmap auf Annahmen. Und selbst eine detaillierte Bestandsaufnahme der „ software “ kann einen Teil des Gesamtbildes außer Acht lassen.
Schauen Sie unter die Oberfläche des Betriebssystems
Moderne Prozessoren unterstützen Sicherheitsfunktionen wie Secure Boot, Firmware-Integrität, auf „ hardware “ basierende Vertrauensketten, geschützten Schlüsselspeicher, Speicherverschlüsselung, Speicherverschlüsselung, Attestierung und vertrauenswürdige Ausführung. Dadurch ändern sich die Fragen, die sich Sicherheitsteams stellen müssen.
Es geht nicht mehr nur um: Welche Anwendungen nutzen Kryptografie, die geändert werden muss?
Nun stellt sich auch die Frage: Kann die zugrunde liegende Plattform die kryptografischen Funktionen unterstützen, die wir in Zukunft benötigen werden?
Manche Änderungen erfordern möglicherweise lediglich eine Aktualisierung von „ software “ oder der Konfiguration. Andere hängen möglicherweise von der zugrunde liegenden „ hardware “ ab.
Wenn Organisationen dies frühzeitig erkennen, haben sie Zeit, kryptografische Anforderungen in den normalen Lebenszyklus von „ hardware “ sowie in Beschaffungsentscheidungen einzubeziehen, anstatt erst mitten in einer Migration auf diese Einschränkung zu stoßen.
Silizium in das kryptografische Instrumentarium integrieren
Intel und „ Keyfactor “ arbeiten gemeinsam an einer Technologievorschau, die einen tieferen Einblick in die kryptografische Bereitschaft von Endgeräten bieten soll.
Aufbauend auf den Funktionen von Keyfactor AgileSec zur Erkennung und Analyse kryptografischer Elemente analysiert die Technology Preview bestimmte kryptografische Funktionen im Zusammenhang mit Intel-Prozessorplattformen sowie weitere Erkenntnisse zur Kryptografie auf Endgeräten.
Das Ziel besteht darin, zwei Aspekte miteinander zu verknüpfen, die oft getrennt betrachtet werden: die von einem Endpunkt verwendete Kryptografie und die kryptografischen Fähigkeiten der zugrunde liegenden „ hardware “.
Dieser Kontext kann Organisationen dabei helfen:
- Erstellen Sie ein umfassenderes Verzeichnis der kryptografischen Komponenten auf den Endgeräten
- hardware -Bereitschaft im Hinblick auf die sich weiterentwickelnden PQC-Anforderungen bewerten
- Unterscheiden Sie zwischen der Behebung von „ software “ und einem möglichen Bedarf an einer Aktualisierung von „ hardware “
- Migrationsmaßnahmen auf der Grundlage von Fakten priorisieren
Es geht hier nicht darum, jeden Endpunkt zu ersetzen, nur weil die Quantencomputer auf dem Vormarsch sind.
Es geht darum, zu wissen, welche Systeme möglicherweise Aufmerksamkeit erfordern, warum und wann.
Dies ist für CISOs und Sicherheitsexperten von Bedeutung, die sich mit Beschaffungs- und Erneuerungszyklen, risikobasierten Prioritäten bei der Behebung von Sicherheitslücken sowie dem Bedarf an auditfähigen Nachweisen befassen, die von Vorständen und Aufsichtsbehörden verlangt werden.
Transparenz in Einsatzbereitschaft umwandeln
Die Datenermittlung muss auch im Unternehmensmaßstab funktionieren.
KeyfactorDie Integrationen mit Partnern aus dem Ökosystem, wie beispielsweise CrowdStrike Falcon, helfen Unternehmen dabei, die Erkennung kryptografischer Elemente auf allen Endgeräten zu koordinieren und die Ergebnisse in großem Maßstab zu erfassen. Die Intel Technology Preview ergänzt dieses Bild um Kontextinformationen auf Chipsatzebene.
Das Ergebnis ist eine Reihe besserer Fragen für Sicherheitsteams:
- Was gibt es hier?
- Was steht auf dem Spiel?
- Was unterstützt die Plattform?
- Was muss sich ändern?
Das ist der Unterschied zwischen einem kryptografischen Bestandsverzeichnis und einem Migrationsplan.
Unternehmen benötigen heute nicht jede einzelne PQC-Antwort. Sie benötigen jedoch genügend Transparenz, um fundierte Entscheidungen in Bezug auf Anwendungen, Infrastruktur, Endgeräte und hardware zu treffen.
Denn die Kryptografie beschränkt sich nicht nur auf das Betriebssystem. Die Post-Quanten-Sicherheit muss bis auf die Siliziumebene reichen.
Erfahren Sie mehr über die Vorbereitung auf die Post-Quanten-Ära und entdecken Sie PQC im Keyfactor PQC-Lab.
Erfahren Sie mehr über Intels Ansatz zur Post-Quanten-Kryptografie.